Die „Hildesheimer Erklärung“ wurde beim Bundeskongress Schulsozialarbeit 2026 in Hildesheim veröffentlicht. Auf Einladung des Kooperationsverbundes Schulsozialarbeit, der LAG Schulsozialarbeit Niedersachsen e. V., der Stiftung Universität Hildesheim, der HAWK Hildesheim und der Hochschule Hannover trafen sich mehr als 600 sozialpädagogische Fachkräfte, Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler und Träger am 5. und 6. März 2026 zum Bundeskongress Schulsozialarbeit 2026 unter dem Leitthema „Professionell. Nachhaltig. Zukunftsorientiert“.
Auf dem Bundeskongress Schulsozialarbeit wurde die Hildesheimer Erklärung verabschiedet. Über einen Link kann diese noch einige Zeit mitgezeichnet werden.
Auf dem Bundeskongress Schulsozialarbeit wurde die Hildesheimer Erklärung ergänzend von Tanja Sündermann vom Bundesnetzwerk Schulsozialarbeit e.V. kommentiert. Die Kommentierung des Bundesnetzwerks Schulsozialarbeit e.V. kann hier nachgelesen werden.
Ein erstes Resümee aus Sicht der LAG Schulsozialarbeit NRW e.V.:
An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen Veranstaltern bedanken, ganz besonders den Schulsozialarbeitenden der LAG Schulsozialarbeit Niedersachsen e.V., die viel ehrenamtliches Engagement eingebracht haben, um den Bundeskongress Schulsozialarbeit durchzuführen.
Für Schulsozialarbeitende bundesweit ist ein Bundeskongress von enormer Wichtigkeit, um bundesweit, mit Schulsozialarbeitenden aus der Praxis, trägerübergreifend, schulformübergreifend, mit Trägervertretungen, mit Wissenschaft in den Fachaustausch zu kommen. Eine gute Chance für alle, wissenschaftliche und neue Praxis-Impulse zu bekommen, Netzwerke zu knüpfen, sich gegenseitig zu stärken und als Profession wahrgenommen zu werden. Der Bundeskongress Schulsozialarbeit spiegelte die enorme Fachexpertise wider, die in diesem Handlungsfeld vorhanden sind. Zeitgleich wurden auch die notwendigen Weiterentwicklungsbedarfe im Handlungsfeld der Schulsozialarbeit sichtbar. Das gemeinsame Zusammensein, den ein Bundeskongress Schulsozialarbeit bietet, vertieft dabei die Möglichkeit zum fachlichen Diskurs und schafft Vertrauen in die gemeinsame professionelle Weiterentwicklung.
Für Schulsozialarbeitende bundesweit ist ein Bundeskongress von enormer Wichtigkeit, um auf ihre Arbeit und ihre Rahmenbedingungen aufmerksam zu machen. Gerade besonders prekäre Rahmenbedingungen (wie z.B. Projektfinanzierungen von Schulsozialarbeit und in der Folge befristete Arbeitsverträge, z.B. für Schulsozialarbeit fehlende Finanzmittel, welche zu einer Minderung in der Quantität und Qualität von Schulsozialarbeit führen) zeigen, wo Solidarität und politischer Entscheidungswille aller politischen Entscheidungsverantwortlichen (Bund, Land, Kommunen) notwendig sind, um Schulsozialarbeit allen Kindern und Jugendlichen als qualifiziertes Angebot zugänglich zu machen und auch als Angebot zu erhalten.
Gerade wenn Schulsozialarbeit noch nicht nachhaltig finanziell abgesichert ist und in Folge dessen wiederholt politische Entscheidungen herbeiführt werden müssen, gerät das Handlungsfeld schnell in die Gefahr zu einem finanzpolitischen oder parteipolitischen Spielball zu werden. – Das darf nicht sein!
Im Interesse von Kindern und Jugendlichen muss der Zugang zur Schulsozialarbeit an allen Schulformen anhand von Qualitätsstandards Schulsozialarbeit gewährleistet sein. Bundesweit!
Der Bundeskongress Schulsozialarbeit zeigt auch, wie wichtig diese persönlichen Begegnungen und wie notwendig ein konstruktiver und trägerübergreifender Fachaustausch sind, um die jeweilige Qualität aller Trägerschaften in der Schulsozialarbeit zu erkennen, diese gelingend miteinander zu vernetzen und alle Trägerschaften mit Blick auf die notwendigen Qualitätsstandards Schulsozialarbeit weiterzuentwickeln.
Ein gemeinsamer, konstruktiver, fachlicher Diskurs, wie dieser durch die Trägerschaften in einem Mehrsäulenmodell (Land, Kommune/freie Träger) sichergestellt ist, trägt letztlich zu einem Mehrwert (lebendige Organisation) für die Qualitätsentwicklung und -sicherung im Handlungsfeld Schulsozialarbeit bei und wirkt einer Vereinnahmung in der jeweiligen Trägerschaft (diese ist in allen Trägerschaft gegeben) entgegen.
Nochmals ein herzliches Dankeschön an:
- alle Organisatoren für die geleistete Arbeit,
- alle diejenigen, die einen aktiven Beitrag auf dem Bundeskongress Schulsozialarbeit geleistet haben
- alle diejenigen, die sich auf neue Perspektiven und neue Erfahrungen eingelassen haben
- alle diejenigen, die das Handlungsfeld der Schulsozialarbeit tagtäglich durch ihre Professionalität mit Leben füllen
Wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen!





