Gründungsprozess

Die Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit NRW e.V  ist von Fachkräften der Schulsozialarbeit über einen längeren Zeitraum gegründet worden. Die Aktivitäten zur Gründung starten im Januar 2012. Der Verein erhielt 2014 seine Anerkennung als eingetragener Verein und 2015 den Status der Gemeinnützigkeit.

Allen Aktiven und Netzwerkpartnern wird an dieser Stelle für die Ideen, die investierte Zeit, das zur Verfügung stellen bereits vorhandener Ressourcen und Strukturen sowie das persönliche, professionelle Engagement herzlich gedankt.

 

Zur Genese

Erstes Initiativtreffen am 17.1.2012 in Duisburg – Wir wollen eine Stimme

Unser erstes Treffen fand am 17.01.2012 in Duisburg statt. Dort wurde von 27 Personen aus unterschiedlichen Schulformen die “Initiativgruppe zur Gründung einer Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit” gegründet.

Die Motivation zur Gründung einer LAG Schulsozialarbeit NRW begründete sich laut Protokoll vom 17.1.2012 wie folgt:

„In vielen Arbeitskreisen und Gremien sind die Fachkräfte für Schulsozialarbeit nicht vertreten. Unsere Kompetenz und unsere Anliegen fließen deshalb an wichtigen Stellen nicht mit ein. Ganz kleine Berufsverbände und die Schulsozialarbeiter in den anderen Bundesländern sind da deutlich weiter und einflussreicher als wir in NRW.

Mit der riesigen Einstellungswelle von Fachkräften für Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) ist eine deutliche Ausweitung der Schulsozialarbeit verbunden die fachlich und berufspolitisch begleitet werden muss. Es ist wichtig, dass hier fachliche Standards gesetzt werden. Dies könnte eine LAG leisten.

Es gibt bisher keine unabhängige träger- und schulformübergreifende Vertretung der Fachkräfte für Schulsozialarbeit in NRW.

Im Rahmen der Entwicklung von Schulsozialarbeit im Zusammenhang mit der Ausbildung von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern gibt es deutliche Signale aus den Hochschulen zur Notwendigkeit der Gründung einer LAG. Hier gibt es auch Unterstützungszusagen.“

 

Der Gründungskongress am 24.11.2012 in Duisburg – Wir brauchen eine Stimme

Mit dem in Duisburg durchgeführten Gründungskongress erhielten 8 Sprecherinnen und Sprecher aus dem Kreis der Fachkräfte für Schulsozialarbeit die Beauftragung ihrer Kolleginnen und Kollegen, eine Vereinsgründung vorzubereiten. Als Grundlage und Handlungsleitlinien verabschiedeten alle Anwesenden die 10 Leitlinien für eine Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit NRW (Duisburger Erklärung). In zahlreichen Thementischen arbeiteten alle anwesenden Schulsozialpädagoginnen und Schulsozialpädagogen erste Inhalte, Vorgehensweisen, Ideen aus. Anliegen war es:

„Mit der Gründung der LAG/NRW will sich die Schulsozialarbeit öffentlich präsentieren, politisch zu Wort melden und fachliche Perspektiven diskutieren.

Schulsozialarbeit ist die nachhaltigste Form der Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule. In den letzten 40 Jahren hat sich dieses Tätigkeitsfeld im gesamten Bundesland Nordrhein-Westfalen zu einem qualifizierten und spezialisierten Angebot der sozialen Arbeit an und in Schule entwickelt. Es basiert auf gesetzlichen Grundlagen und den Tätigkeitsprofilen von ca. 3000 Fachkräften, die an allen Schulformen des Landes NRW tätig sind.

Die Gründung der LAG NRW ist die einmalige Chance endlich mit einer Stimme etwas zu erreichen und gehört zu werden.“

Ab diesem Zeitpunkt begannen die 8 beauftragten Sprecherinnen und Sprecher sich aktiv und öffentlich in das politische Geschehen einzubringen.

 

Vereinsgründung am 16. November 2013 in Düsseldorf – Wir haben eine Stimme

Am 16. November 2013 gründete sich in Düsseldorf der Verein „Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit NRW“, indem eine Satzung verabschiedet, die Mitgliedschaft bekundet und ein Vorstand (bestehend aus 5 Personen) gewählt wurde.

Zu den geladenen Gästen gehörte Frau Ministerin Silvia Löhrmann, die in ihrer Rede die Gründung einer Landesarbeitsgemeinschaft für Schulsozialarbeit begrüßte und durch die nun vorhandene Organisationsform und bekannte Satzung die Bereitschaft des Ministeriums für Schule und Weiterbildung zur Zusammenarbeit zusagte. Diese von Frau Löhrmann getroffene Aussage in den politisch turbulenten Zeiten rund um die Finanzierung der Schulsozialarbeit über Bildung und Teilhabe (BuT) signalisierte den Aktiven in der Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit NRW bereits die Handlungsmöglichkeit des Vereins.

Das Motto „Wir haben eine Stimme“ ist mit der Vereinsgründung Gewissheit. – Denn: Mit der Vereinsgründung wurde die LAG Schulsozialarbeit NRW e.V. aufgrund ihrer Mitgliedszahl (102 Mitglieder, 2013) zur größten bundesdeutschen Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit!

Flyer zur Vereinsgründung